Türkei: Ehemalige Kirchen werden in Moscheen umgewandelt

Menschenrechtler: Ein weiterer Schritt hin zu einem islamischen Staat
Trabzon (kath.net/idea) In der Türkei soll eine ehemalige Kirche, die seit 90 Jahren als Museum dient, in eine Moschee umgewandelt werden. Es handelt sich um die griechisch-orthodoxe Sophien-Kirche von Trabzon am Schwarzen Meer (Foto). Das im 13.
Jahrhundert errichtete Gotteshaus wurde seit dem 16. Jahrhundert als Moschee genutzt, ab 1917 wieder als Kirche.

Der Gründer der modernen Türkei, Kemal Atatürk (1881-1938), betrachtete das Gebäude – ebenso wie die berühmtere Hagia-Sophia-Kirche in Istanbul – als Kulturdenkmal und gab ihm in den 1930er Jahren den Status eines Museums. Dies sollte religiösen Unfrieden zwischen Christen und Moslems verhindern. Ende August wurden Pläne der türkischen Regierung bekannt, die Sophien-Kirche erneut in eine Moschee zu verwandeln.

Dagegen protestieren das Ökumenische Patriarchat in Istanbul und die armenischen Christen in der Türkei. Im vergangenen Jahr hatte eine der ältesten Kirchen des Landes, die Hagia-Sophia-Kirche in der südöstlich von Istanbul gelegenen Kleinstadt Iznik, dem früheren Nizäa, ebenfalls ihren Status als Museum verloren und war in eine Moschee umgewandelt worden.

Für Christen von besonderer Bedeutung

Beide Kirchen sind für die Christen von besonderer Bedeutung. In Trabzon hatte der armenische Priester Güreg Zohrabian 1922/23 orthodoxe, katholische und protestantische Christen gesammelt und so lange vor türkischen Freischärlern geschützt, bis sie mit Schiffen in Sicherheit gebracht wurden. In Iznik fand im Jahr 325 das erste Konzil von Nizäa statt, bei dem das vor allem in den Ostkirchen verbreitete Nizänische Glaubensbekenntnis formuliert wurde. 787 tagte hier die letzte gemeinsame Kirchenversammlung der Ost- und Westchristenheit.

IGFM: Verstoß gegen die türkische Verfassung

Nach Angaben des Referenten für Religionsfreiheit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Walter Flick (Frankfurt am Main), ist die Umwandlung der Museen in Moscheen ein Verstoß gegen die türkische Verfassung und ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem islamischen Staat. Das Bemühen Atatürks um einen weltanschaulich neutralen Staat werde zunehmend missachtet, was bei den Beratungen über einen EU-Beitritt nicht unberücksichtigt bleiben könne. Von den 71 Millionen Einwohnern der Türkei sind 99 Prozent Muslime, 0,3 Prozent Christen und 0,04 Prozent Juden.

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