Fatwa musulmana. Vietato fari gli auguri di Pasqua ai cristiani copti

Abd al-Rahman al-BarrCairo. Gesù non è stato crocifisso. Noi non portiamo i saluti per una festa scorretta ai nostri occhi”. Così uno dei più importanti leader del Partito Libertà e Giustizia dei Fratelli Musulmani, Abd al-Rahman al-Barr, il quale ha anche emesso una fatwa per chi osa fare gli auguri ai cristiani copti.
Lo stesso ha fatto pubblicamente il vice presidente del Partito salafita Nour, Sayed Mustafa.
L’avvertimento è in contrasto con il passato. Negli anni passati era invece buona norma che le due comunità si scambiassero gli auguri.

Secondo la Società Internazionale per i Diritti Umani (IFGM) il gesto testimonia un ulteriore aggravamento della discriminazione contro la minoranza copta in Egitto.
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6 maggio 2013
Fatwa verbietet Ostergrüße an Christen

(Kairo/Frankfurt am Main) Anläßlich des koptischen Osterfestes am vergangenen Wochenende erließ Abd al-Rahman al-Barr, eine der bedeutendsten Führungspersönlichkeiten der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der Muslimbrüder eine Fatwa, die es Muslimen verbietet, koptischen Christen Ostergrüße zu überbringen.

Nach al-Barr widerspricht das koptische Osterfest dem muslimischen Glauben: „Jesus ist nicht gestorben und wurde nicht gekreuzigt (…). „Wir überbringen keine Grüße für ein Fest, das in unseren Augen falsch ist“, so al-Barr. Der Koran erkennt Jesus als Propheten, aber nicht als Sohn Gottes an. Sayed Mustafa, stellvertretender Vorsitzender der salafistischen Nour-Partei, erklärte ebenfalls öffentlich, daß Muslime den Kopten keine Festtagsgrüße überbringen sollten.

Diese Fatwa ist ein Bruch mit der bisherigen Praxis der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei, Grußkarten an den koptischen Papst und hochrangige Vertreter der Partei zur Ostermesse zu schicken, um dort die Ostergrüße an Mitglieder der koptischen Gemeinde zu überbringen. „Diese Fatwa ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Diskriminierung der koptischen Minderheit in Ägypten auf dem Vormarsch ist“, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IFGM.

Mit großer Sorge stellt die IGFM eine Zunahme der Angriffe auf koptische Christen und deren Gotteshäuser dar. Bei den jüngsten religiösen Unruhen in el-Khousous in der Provinz al-Qualyubiyya Anfang April fünf koptische Christen ums Leben. Bei dem anschließenden Begräbnis kam es erneut zu gewaltsamen Ausschreitungen, zwei weitere Tote waren zu verzeichnen. Wie die staatliche Zeitung Al-Ahram berichtet, wurden seit dem Machtwechsel in Ägypten 25 Kirchen angegriffen, insgesamt 59 Kopten starben bei gewaltsamen Ausschreitungen.

Fonte: Katholisches.info

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